Am Freitagabend sind wir alle verstreut angekommen. Manche waren schon früher da und gingen zum Essen ins Restaurant am See. Andere mussten noch bis abends arbeiten oder hatten schlichtweg Pech mit den Zügen, wodurch sie erst am späten Abend eintrafen.
Als alle im Ferienhaus eingetrudelt waren, wurden schnell die Zimmer aufgeteilt. Danach setzten wir uns noch zusammen, schrieben eine kurze Einkaufsliste fürs Frühstück und quatschten, bis sich schließlich alle langsam Richtung Bett verabschiedeten.
Am nächsten Morgen hieß es um acht Uhr: Raus aus den Federn! Denn Tauchen stand auf dem Plan. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann schon los zum See.
Bei dem Tauchgang simulierten wir typische DTSA*-Ausbildungsinhalte, wie das Briefing, den Ausrüstungscheck, die Überprüfung des Wasser-Nasen-Reflexes und den Bleicheck vor und am Ende des Tauchgangs. Dahinter stand das Ziel, durch eine Angleichung unserer Ausbildungsmethoden und -inhalte weniger Verwirrung bei den Anfängern zu stiften. Des Weiteren standen auch die Optimierung unserer eigenen Verhaltensweisen und unserer Ausrüstung im Fokus.
Nachdem wir alle wieder aus den Anzügen waren, die Ausrüstung in den Autos verstaut und wir wieder zurück im Haus waren, begannen wir mit der Nachbesprechung des Tauchgangs. Wir diskutierten leidenschaftlich und doch sachlich über die Ergebnisse und erarbeiteten Stück für Stück eine erste normierte Grundlage für die Ausbildung in unserem Verein. Auf Basis dieser Grundlage ist es auch unser Ziel, neue VDST-Standards, wie das Abtauchen am 2. Atemregler und den Wechsel auf 3–5 m Tiefe, in die Ausbildung und somit in den Verein zu integrieren.
Getragen von dieser dynamischen und produktiven Debatte strichen wir den geplanten zweiten Tauchgang und widmeten uns wieder den Themen. Als bei uns allen dann die Köpfe zu qualmen begannen, legten wir eine Pause ein. Matthias, Mia und ich zogen los, um etwas Nervennahrung zu besorgen.
Nach der kurzen Pause ging es dann zügig weiter. Heiko stellte uns den aktuellen Standard für einen Ausrüstungstest im technischen Tauchen vor. Davon leiteten wir unseren vereinheitlichten und für das Sporttauchen reduzierten Equipmentcheck ab.
Im nächsten Schritt nahmen wir uns die diesjährige Version der VDST-Ausrüstungsstandards vor. Wir evaluierten, wie die Forderungen in der Praxis umsetzbar sind und welche Konsequenzen daraus für den Ausbildungsbetrieb folgen.
Da so langsam die Sonne unterging, wurde es Zeit fürs Abendessen. Wir machten uns gemeinsam auf den Weg zum Speicherbecken, um uns dort im Restaurant für die Endrunde des Abends zu stärken.
Im Haus machten wir uns an die offizielle Ausbilderbesprechung. Wir reflektierten die diesjährigen Kurse, beurteilten, welche Nachfrage nach Kursen im Verein herrscht, und planten und vergaben Verantwortlichkeiten für kommende Kurse und Veranstaltungen in diesem Winter und im nächsten Jahr. Zur Geisterstunde ging es dann endlich ins Bett.
Der Sonntagmorgen startete mit einem ausgiebigen Frühstück und einer Menge Kaffee. Im Anschluss begannen wir mit der Evaluation unseres persönlichen Bedarfs und des Bedarfs des Teams für eine Optimierung der Gruppenprozesse. Nach einer ruhigen Debatte sind wir schnell auf einen gemeinsamen Nenner gekommen.
Unterbrochen davon, dass wir das Ferienhaus räumen mussten, verlagerten wir den Diskurs an den Strand der Talsperre. Zudem wechselten wir auf eine bilaterale Gesprächsform, um noch optimaler den individuellen Bedarf zu ermitteln.
Nach ca. zwei Stunden setzten wir uns im Restaurant Deichkrone zusammen. Dort reflektierten wir das Wochenende und hoben die prozessorientierte Herangehensweise an das Klausurwochenende hervor. Außerdem stimmten wir alle der Effektivität eines solchen Wochenendes zu und plädierten für eine Wiederholung.
So saßen wir dann alle gemeinsam da und ließen zusammen das Wochenende ausklingen.






