Erstellt von Julius | |   2026

Ruhrschwimmen 2026 - Jugendbericht

Die Jugend berichtet von ihrer Erfahrung beim diesjährigen Ruhrschwimmen.

Am Sonntagmorgen um 9:30 Uhr trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserem Grillplatz. Von Neuzugängen und Jugendlichen bis hin zu langjährigen Vereinsmitgliedern waren alle Altersgruppen vertreten. Der Platz lag direkt an der Ruhr auf einer kleinen, schattigen Freifläche unter Bäumen.
Nachdem wir gemeinsam die Bierzeltgarnituren und Grills aufgebaut hatten, machten wir uns für das Ruhrschwimmen bereit. Wir schlüpften in unsere Neoprenanzüge und fuhren mit mehreren Autos flussaufwärts bis zur Ruhrbrücke. Dort angekommen, versammelten sich alle Teilnehmenden und unser Vereinsfloß wurde aufgebaut. Es bestand aus einer großen Palette mit Schwimmkörpern und einem gut sichtbaren Schild mit dem Namen unseres Vereins.
Anschließend beluden wir das Floß mit verschiedenen Getränkekästen – darunter Bier mit und ohne Alkohol, Wasser, Fanta und Cola. Damit die Getränke schön kühl blieben, wurden die Kästen mit Eis versehen und anschließend mit Zurrgurten sicher auf dem Floß befestigt.
Nun konnte es endlich losgehen – und das direkt mit dem ersten Highlight: der Bootsrutsche oberhalb des Ruhrwehrs. Alle, die sich trauten, ließen sich durch die Rutsche treiben, die mit kräftiger Strömung und ordentlichen Wellen für jede Menge Spaß sorgte. Dabei war eine gute Körperspannung gefragt, um nicht mit den unter Wasser liegenden Steinen in Berührung zu kommen. Unten angekommen schloss sich jeder wieder der Gruppe an, und gemeinsam ließen wir uns mit dem Getränkefloß in unserer Mitte flussabwärts treiben.
Über eine Stunde waren wir unterwegs. Während der Fahrt erlebten wir die Ruhr von ganz unterschiedlichen Seiten. Mal war das Wasser ruhig und tief, sodass man entspannt dahintreiben konnte. An anderen Stellen wurde der Fluss jedoch plötzlich flach, sodass voller Körpereinsatz gefragt war. Dann hieß es: „Arsch hoch!“ – unser deutliches Warnsignal, den Körper anzuspannen und möglichst waagerecht auf der Wasseroberfläche zu treiben. Wer diesen Hinweis ignorierte, musste durchaus mit dem einen oder anderen blauen Fleck rechnen.
Unterwegs wurde viel gelacht, erzählt und sich gegenseitig nass gespritzt. Zwischendurch legten wir in einer kleinen Bucht eine kurze Pause ein. Die Stimmung war den ganzen Tag über ausgelassen und gesellig. Auch bei den vorbeifahrenden Kanufahrern und Radfahrern sorgten wir für einige neugierige Blicke. Schließlich sieht man nicht jeden Tag eine Gruppe von „Froschmännern“, die gemeinsam mit einem Getränkefloß die Ruhr hinuntertreibt.
An unserem Ausstieg angekommen, zogen wir uns mithilfe eines vorbereiteten Seils nacheinander aus der Ruhr. Nachdem sich alle umgezogen hatten, wurden die Grills angeheizt und weitere Getränke bereitgestellt. Zwar brachte jeder sein eigenes Grillgut mit, dennoch steuerten einige Mitglieder zusätzlich leckere Kleinigkeiten wie Muffins, Nudelsalat oder Pizzaschnecken für alle bei.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in gemütlicher Runde mit Essen, Trinken und vielen netten Gesprächen. Zum Abschluss packten alle tatkräftig beim Abbau mit an. Einige Mitglieder fuhren anschließend sogar noch mit zum Vereinsheim, um den Vereinsanhänger gemeinsam auszuräumen.
Insgesamt war es ein gelungener Tag mit viel Spaß, guter Stimmung und einem tollen Miteinander – eine Aktion, die bei uns schon seit Jahren stattfindet und allen Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.